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Februar 07: Nicht alles bleibt stehen...
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In den letzten zwanzig Jahren erlebte Brasilien einen breiten Prozess
sozialer Dynamik. Von der autoritären Militärdiktatur führte der Weg der
Geschichte Brasilien zu einer (wenn auch noch hinkenden) solid werdenden
Demokratie. Eine neue Verfassung (1988) gibt den Ton an und spricht von
den sozialen Rechten aller Menschen Brasiliens. Und trotzdem: obwohl organisch
und partizipativ entstandene Gesetzgebungen die Rechte der Kinder und
Jugendlichen schützen, bleibt die Distanz zwischen Gesetzestext und erlebter
Realität extrem gross. Und die vertröstenden Floskel der Kinder als 'Zukunft
Brasiliens' bleibt abgehoben vom Boden des Lebens, entfernt von der alltäglich
erlebten und erlittenen Wirklichkeit. Die Gegenwart scheint stehen zu
bleiben, und die besagte Zukunft scheint in immer grössere, illusionäre
Distanz zu fliehen...
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Doch nicht alles bleibt stehen, nicht alles ist hingerissen vom rotierenden
Teufelskreis der Verarmung, nicht alles bleibt im bewegungslosen Fatalismus
gefangen... Die angesprochen soziale Dynamik der brasilianischen Gesellschaft
ringt um immer tiefergreifende Wurzeln, um immer grösser werdenden Schatten,
der unter dem wachsenden Baum die ausgeschlossene Mehrheit des brasilianischen
Volkes vereint. Unter diesem wachsenden Baum des Traumes eines anderen
Brasilien ist das Kinderrechtszentrum Interlagos ein kleines Glied. Und
wir versuchen, uns aufrecht zu halten, Schritte zu riskieren, neue Wege
zu wagen, unerwartete Türen zu öffnen...
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Und mit jedem Tag wächst das Bewusstsein der Identität des Kinderrechtszentrums
als ein wirkliches Zentrum zur Verteidigung der Rechte der Kinder.
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Zu diesem Werdegang gehört natürlich auch die Anpassung unserer Infrastruktur,
die sozusagen ein Werkzeug zur Ermöglichung der Arbeit des Kinderrechtszentrum
ist. In den letzten Monaten haben wir die Arbeitszimmer neugestaltet,
die Gruppenzimmer renoviert und sind jetzt am Bau unseres lang erwarteten
Versammlungssaales.
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Die ursprünglichen getrennten Garagen wurden zusammengefügt und das Eternitdach
durch eine solide Betondecke ersetzt. Die Sequenz der Bilder zeigt den
ursprünglichen Zustand und die Etappen des Baues. Jetzt fehlt nur noch
der letzte Verputz, der Saal muss noch gemalt werden, und im März hoffen
wir den neuen Saal einweihen zu können. Bereits geplante Seminare, Kurse
und Zusammenkünfte von Jugendlichen, von den begleiteten Familie, von
Organisationen der Region, von Volksbewegungen der Südzone São Paulos...
warten gespannt und voller Erwartung auf die Eröffnung... Wir halten Euch
auf dem Laufenden und werden sicher von der Einweihung berichten!
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