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HIP HOP Event

 

Vom 17. – 22. März 2008 fand im gesamten Raum São Paulo eine HIP HOP Woche statt. Im Bezirk Cidade Dutra, welches zum Zuständigkeitsbereich des Kinderrechtszentrums Interlagos gehört, ging dieses grosses HIP HOP Event am Mittwoch dem 19.03 über die Bühne. Das Event wurde von der Gruppe R.U.A.S. organisiert. Auf dem Programm standen Vorstellungen von DJs, Breakdancegruppen und Musikern. Des weiteren gab es Ausstellungen von Kunstwerken diverser Graffitikünstler der Umgebung. Ziel des Events war es, die Bevölkerung auf die Herkunft des HIP HOPs und auf die vorherrschende Diskriminierung der Schwarzen aufmerksam zu machen.

 
 

Trotz der Tatsache, dass seit 1888 die Rassendiskriminierung unter Strafe gestellt ist, gibt es immer noch feindliche und gewalttätige Übergriffe gegen Menschen einer dunkleren Hautfarbe sowie Benachteiligungen für diese Bevölkerungsschicht. Dieses Event war also ein kreativer Kampf gegen Rassismus. Die präsentierten Lieder der einzelnen Interpreten beinhalteten ausschliesslich Texte zum Thema Rassismus, Armut und Polizeigewalt.

 
 

Die Breakdancegruppe begann ihren Auftritt mit einem Theaterstück. Darin ging es vorwiegend um Drogenkonsum, Waffenhandel und Bandenkrieg. Am Ende des Stückes wurde ein Jugendlicher von einem Militärpolizisten erschossen. Diese Aufführung demonstrierte also den Alltag und die Probleme vieler Kinder und Jugendlicher auf den Strassen Brasiliens. Anschliessend gab es noch eine Diskussion zum Thema Kriminalisierung der Armut an welcher auch zwei Mitarbeiter des Cedecas, Perola (Psychologin) und Daniel (Rechtsanwalt) teilnahmen. Die zwei weiteren Teilnehmer waren ein Breakdancer und ein Musiker.

 
 

Das Event fand in einer öffentlichen Schule statt und es gab einige interessierte Jugendliche welche sich an diesem Event beteiligten. Dennoch war die Debatte kein so grosser Erfolg wie erhofft, da nur wenige Fragen zum Thema Kriminalisierung der Armut aufkamen. Die grossteils jungen Zuhörer interessierten sich mehr für HIP HOP Themen. Daniel, der Rechtsanwalt des Treffpunkt Kinderrechtes lass unter anderem einen Text eines Rassisten vor:

„(...) die Schwarzen sind nichts mehr als grosse Kinder, deren Intellekt zu beschränkt ist, um die eigene Zukunft zu planen, und gleichzeitig zu träge, die eigenen Geschicke in die Hände zu nehmen. (…) Die Schwarzen vegetieren, wo sie sind, und machen aus der Faulheit ihre Ambition. So bleibt ihnen das Gefängnis ein angenehmer Unterschlupf, wo sie ohne Gefahr ihre Vorliebe zur Passivität praktizieren (…)“. (DEBRET, apud Lobo, 1997, p.310) Aus dem Buch: Direitos Humanos - Violência e pobreza na América Latina contemporânea. Silene de Moraes Freire

Leider gibt es auch heutzutage noch Menschen die so rassistisch und abwertend denken. Umso mehr erkennt man die Wichtigkeit eines solchen vom Cedeca Interlagos initiierten Events.

 
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