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Zehn Jahre Massaker von Eldorado dos Carajás
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17. April 1996, Eldorado dos Carajás, im Norden Brasiliens, im Bundesstaat
Pará: 1200 Landlose Bauern blockieren die Bundesstrasse PA-150 und fordern
die Verwirklichung der verfassungsmässig verankerten Landreform und die
Neuansiedelung der vom Land vertriebenen, landlosgewordenen Bauernfamilien.
Der sozialdemokratische Gouverneur Almir Gabriel will keine Verhandlung
und fordert den Rückzug der gewaltlosen Blockade. Um seinen Entscheid
zu realisieren, schickt er eine Spezialeinheit der Militärpolizei. Und
diese macht klare Sache. Fazit: 19 erschossene Landlose!
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Zehn Jahre sind vergangen. Der Kommandant der Spezialeinheit der Militärpolizei,
Mário Pantoja, wurde zwar verurteilt, doch ein Entscheid des brasilianischen
Bundesgerichtes garantiert seine Freiheit. João Pedro Stédile, Mitglied
der nationalen Koordination der Landlosenbewegung, hat keine Zweifel:
„Der Fall Eldorado dos Carajás zeigt ganz klar, wie das Gericht und der
brasilianische Staat Werkzeuge sind, um die Reichen zu schützen und um
die Armen zu verurteilen“.
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In der Zeit zwischen 1985 und 2004 Gemäss Angaben der brasilianischen
Landpastoral (Comissão Pastoral da Terra – CPT) kamen gerade 7% aller
Delikte im Zusammenhang mit Landkonflikten bis zu einem gerichtlichen
Urteil. 93% der Delikte blieben unbehelligt. In der gleichen Periode wurden
1399 Menschen im Umfeld von Landkonflikten ermordet...
(Die Bilder sind der Folha de São Paulo vom 16. April 2006 entnommen
und zeigen Frauen und Kinder der Landlosenbewegung von Eldorado dos Carajás,
in der Spannung zwischen den Tagen des Massakers und heute. Alle wurden
in der Zwischenzeit neu angesiedelt...
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(tuto)
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