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Heute sind es ganz genau zwanzig Jahre her, seit ich in Brasilien angekommen bin. Am 1. August 85 flog ich als Beat ab, am 2. August kam ich als Tuto in São Paulo an. Ich war mit zwei Dominikanerinnen gereist. Die eine wurde lieblich Tata genannt, die andere Tito (in Verehrung an den Dominikaner Frei Tito de Alencar, der im Pariser Exil an den Folgen der erdrückenden Folter durch die Agenten der Militärdiktatur gestorben war). |
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Die Mitschwestern erwarteten die beiden auf dem Flughafen und wussten, dass ein Dritter mit ihnen unterwegs war. Durch die Kraft des Reimes war das Spruchband logisch: "Willkommen Tata, Tito e Tuto". Als dann B-E-A-T auf portugiesisch ganz einfach nicht aussprechbar war, blieb ganz einfach der brasilianisch neugetaufte Tuto. |
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Zwei Namen, ein Mensch; zwei Wirklichkeiten, eine Geschichte. Zwanzig Jahre Erwachsenwerden im Norden des Equators und zwanzig intensiv gelebte Jahre im Süden des Equators! Schweiz und Brasilien: zwei Punkte auf dem blauen Planeten, Quelle des werdenden Lebens. Und die Essenz dieser Zeit, das Wesentliche dieses Weges ist schlicht und einfach: |
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Trotz aller Pyramiden
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trotz aller Hierarchien und Ordnungen
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trotz der Vertikalität aller Systeme und Strukturen
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will die Erde ganz einfach rund sein und drehen...
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runde Perle des Lebens
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| die weder oben noch unten kennt |
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nur den einen Horizont
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der alle(s) umarmt in seiner grenzenlosen Offenheit
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Unser Tun ist schöpferisches Arbeiten an der Erosion falscher Luftschlösser
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am Gleichgewicht waagrechter Gerechtigkeit
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um Gemeinsamkeit zu ermöglichen in der Ebene gelebter Menschlichkeit
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um "Geselligkeit zu stiften unter den Menschen"
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"Gemeinschaft gegenseitigen Andersseins" (Kurt Marti)
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Und nach dem alltäglichen Werken und Arbeiten
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zur Ruhe kommen in der waagrechten Stille des Schlafes:
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eins werden mit dem immer runden Horizont der blauen Perle des Lebens
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Teil sein im organischen Ganzen des Planeten Erde.
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